Montag, 28. September 2026 - 19:30
Zukunft ohne Grenzen - Ideengeschichte und Gegenwart der Grenzziehungen
Lesung mit Alissa Starodub
Die Grenze zwischen dem ausbeutbarem Außen und den Zonen des Wohlstands ist keine einfache Linie. Sie ist ein geopolitischer, ökonomischer, sozialer und ökologischer Mechanismus, der selbst in den kleinsten Ghettos, ständig neue Grenzen produziert. Diese Grenzen etablieren sich mit umso mehr Gewalt, je näher sie aneinander rücken. Doch wer will schon eine Zukunft, in der es zum Alltag gehört mit einer Knarre knappe Wasservorräte gegen die Nachbarschaft zu verteidigen?
An einer geopolitischen Grenze zwischen zwei Nationalstaaten situiert, zeigt das Buch erzählerisch, dokumentarisch und detailreich die diversen Facetten der Gewalt der Grenzziehung auf.
Zwischen Theorie und Praxis werden dabei auch Kampftechniken gegen die Mechanismen der Grenzziehung abgebildet.
Diskutieren werden wir vor allem ihre konkreten Anwendungsmöglichkeiten im Alltag und die sich daraus ergebenden Überlegungen zu politischem Engagement gegen Festung Europa. Dabei wird sowohl von der Aktualität entlang geopolitischer Grenzen an Migrationsrouten durch Europa berichtet als auch an theoretischen Fragestellungen zur Abschaffung aller Grenzen gestreift: Grenzen zwischen Menschen und "Natur", Tieren, Pflanzen, ...; Grenzen zwischen Menschen und Grenzen zwischen Menschen und Nationalstaaten, sowie Grenzen zwischen Nationen und anderen Zugehörigkeiten.
Veranstalter*innen: P.A.C.K. & edition assemblage