Donnerstag, 12. November 2026 - 18:00
Revolutionäre Organisierung in Iran: Perspektiven in der Krise der Sozialen Reproduktion
Der jüngste imperialistische Krieg der USA und Israels gegen Iran trifft auf eine Gesellschaft, die bereits seit Jahren durch die Krise der sozialen Reproduktion unter Druck steht und zunehmende Widersprüche aufweist.
Eine Gesellschaft, die bereits vor dem Krieg mit dem Zusammenbruch von Sorge- und Reproduktionsinfrastrukturen, unsicheren Arbeitsverhältnissen, hoher Inflation und der zunehmenden Verbreitung von Armut infolge einer besonders harschen neoliberalen Politik und massiven Sanktionen konfrontiert war.
In dieser Veranstaltung geben wir einen Überblick über die aktuelle Lage in Iran und insbesondere über die Situation verschiedener politischer Kräfte. Dabei geht es vor allem um die Herausforderungen bei der Organisierung progressiver linker Kräfte in Iran unter Bedingungen starker Repression und wirtschaftlicher Krise.
Prekarität war lange Zeit ein Merkmal weiblicher Arbeit. Heute können wir daher von einer "Feminisierung der Arbeit" sprechen.
Gleichzeitig wird zunehmend die Grenze zwischen Produktions- und Reproduktionsarbeit verwischt.
Viele Menschen sind zur Sicherung ihres Lebensunterhalts auf die informelle Wirtschaft angewiesen, etwa auf Waren- und Treibstoffschmuggel - Tätigkeiten, die vom Staat kriminalisiert werden.
Diese Entwicklung stellte die traditionelle Organisierung der Arbeiter:innen vor große Herausforderungen. Die Notwendigkeit, Kämpfe am Arbeitsplatz mit Kämpfen um soziale Reproduktion - etwa um Wohnen, Bildung, Gesundheit und Kinderbetreuung - zu verbinden, wird mehr denn je deutlich.
Für uns linke Feministinnen bedeutet das: neue Strukturen der Solidarität aufzubauen und neue Formen kollektiver Organisierung zu schaffen.
🚩 Feminists for Jina ist eine Vernetzung von Feminist:innen aus dem politischen Raum Irans in der Diaspora. Viele von ihnen waren in Iran politisch aktiv. Nach dem staatlichen Femizid an Jina Amini im September 2022 haben sie ein Netzwerk aufgebaut.
_source_ : message received on 4. November 21 Uhr